Schon lange vor Weihnachten reiben sich die Vertreter der Schokoladen-Industrie eifrig die Hände: Kaum sonst als in der Vorweihnachtszeit wird mehr Schokolade konsumiert. Dass sich dabei kaum jemand Gedanken macht, unter welchen Bedingungen der erforderliche Kakao erwirtschaftet wird, ist ja nahezu normal. Um so mehr ehrt es die Macher der Tübinger chocolART, sich mit dem Thema “Schmutzige Schokolade” im Rahmen einer Veranstaltung auseinander zu setzen. Eingeladen dazu hatte man den dänischen Dokumentarfilmer Miki Mistrati, der in seinem auch in Deutschland ausgestrahlten gleichnamigen Film deutlich macht, wie etwa im Land Elfenbeinküste die Kinderarbeit bei der Kakao-Ernte eine wichtige Rolle spielt.
Und das ist dann auch Tübingen: Ein volles Kino, ein nicht aufdringlicher aber präsenter Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne), und die Diskutanten, die irgendwie alle der gleichen Meinung sind. Ein Streitgespräch also nicht. Friedel Hütz-Adams vom Institut Südwind hat die Situation wissenschaftlich beleuchtet, Bernward Geier vom Zertifizierer Rainforest Alliance, der Filmemacher Mikis Mistrati, und nicht zuletzt Olaf Reichardt als Vertreter des Bundes der Süßwarenindustrie, gleichzeitig Produzent von Schokoladen-Halbfertigwaren.







